 |
| Abb.: Einzelne Raupe |
Symptomatik und Biologie:
Die optisch auffälligen Larven der Ahornrindeneule (Acronicta aceris; Synonym: Acronycta aceris) treten an einer Vielzahl von Laubgehölzen auf, wobei Ahorn (Name: Ahornrindeneule, Ahorneule), Kastanie (Name: Roßkastanieneule) und Eiche bevorzugt besiedelt werden. Je nach Region werden 1-2 Generationen ausgebildet, wobei die rotbraune Puppe in einem mit Holzspänen und Haaren vermischten, sehr festen Gespinst am Stammfuß zwischen den Ritzen überwintert. Manchmal kommt es auch zum Überliegen der Puppen. Die Falter schlüpfen etwa ab Mai (Spannweite: 40-45 mm, unauffällig, Vorderflügel weiß bis grau, Hinterflügel weiß [beim Männchen] oder grau [beim Weibchen]). Bei zwei Generationen liegen die Flugzeiten im Mai/Juni und Juli/August. Die Eier (flach, uhrglasförmig, orangegelb, später rotblau) werden einzeln auf die Unterseite der Blätter oder in Rindenritzen abgelegt, pro Weibchen etwa 400-600 Eier. Nach kurzer Zeit schlüpfen die Larven, die ein praktisch unverwechselbares Aussehen besitzen. Sie werden bis zu 5 cm lang, tragen einen schwarzen Kopf und besitzen auf dem Rücken auf jedem Segment einen schwarz umrandeten rautenförmigen Fleck. Seitlich stehen jeweils zwei gelb oder rot gefärbte, recht lange Haarbüschel hervor, die der Raupe ein insgesamt haariges Aussehen verleihen (Haare: bedingt enzündungserregend). Bei Störungen rollen sich die Raupen zusammen und nehmen hierdurch eine igelartige Struktur an. Die Raupen schädigen anfangs durch einen Fensterfraß, der sich rasch zu einem Skelettierfraß bis zum Totalfraß ausweitet, wobei die Blattmittelrippe meist stehen bleibt. Dabei sitzen die Raupen recht fest auf den Blättern.
|