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| Abb.: Einzelner Käfer |
Symptomatik und Biologie:
Im Jahr 2004 wurde in Deutschland erstmals in Bayern der Asiatische Laubholz-Bockkäfer (Asian Longhorned Beetle (ALB) Anoplophora glabripennis) als Schädling von Laubbäumen nachgewiesen. Die Körpergröße der Käfer erreichen eine stattliche Länge von 4 cm. Dabei übertreffen die Fühlerlängen der Weibchen die Körperlänge noch einmal um das ca. 1,3-fache, die der Männchen sogar um den Faktor 2,5. Die Grundfarbe des Käfers ist schwarz mit etwa 20 weißen Flecken auf der Flügeldecke. Die Basis der Flügeldecken ist im Gegensatz zum nah verwandten (aber nicht weniger gefährlichen) Chinesischen Laubholzbockkäfer glatt statt gekörnt. Die Heimat des Käfers liegt im asiatischen Raum mit Schwerpunkt in China, Korea und Taiwan. Von dort ist er als blinder Passagier vor allem in Verpackungsmaterial aus Holz nach Amerika und Europa verschleppt worden. Die Entwicklungsdauer des Käfers ist von klimatischen Einflüssen abhängig. Während er in seiner Heimat in der Regel innerhalb eines Jahres die gesamte Entwicklung durchläuft, wurde in Österreich, wo er bereits seit einigen Jahren beobachtet wurde, ein zweijährige Zyklus festgestellt. Die Weibchen fressen nach einem kurzen Reifungsfraß in den Ästen der Baumkrone zunächst in die Rinde von Ästen und dünneren Stämmchen trichterförmige Eiablagestellen von bis zu 2 cm Durchmesser. In diese legen sie jeweils ein Ei ab. Von dort aus entwickeln sich zuerst zwischen Rinde und Holzkörper, später nur im Holzkörper (Übergang: ovales Einbohrloch) die weißen Larven, die im Endstadium eine Länge von 5 cm erreichen. Im Holz hinterlassen die Larven ovale Gänge mit einem Durchmesser von bis zu 2 cm. Betroffene Einzeläste sind stark windbruchgefährdet. Kennzeichen für einen Befall ist oft grobes Genagsel, dass die Larven von Zeit zu Zeit aus den Gängen herausdrücken und das sich z.B. am Stammfuß oder in Spinnenweben sammeln kann. Die Verpuppung erfolgt ebenfalls im Holzkörper. Über ein etwa centgroßes, kreisrundes Ausflugloch (1-1,5 cm) verlässt der Käfer den Baum. Seine Flugzeit reicht von Juni bis Oktober. Die Tiere sind recht flugträge (Radius unter 0,5 km).
Verwechslungsmöglichkeiten hinsichtlich des Larvenfraß bestehen mit Schäden durch das Blausieb, dem Weidenbohrer oder dem Großen Pappelbock.
Der Käfer ist als Primärparasit einzustufen, da er auch völlig gesunde Bäume befallen kann und zum Absterben bringt.
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