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| Abb.: Rotverfärbung (Blattoberseite) |
Symptomatik und Biologie:
Der Mahonienrost (Cumminsiella mirabilissima) ist ein nichtwirtswechselnder Rostpilz, der alle fünf Sporenformen auf der Mahonie ausbildet. Namentlich wird der Pilz mit einer Vielzahl von Synonymen belegt: Uromyces sanguineus, Puccinia mirabilissima oder auch Uropyxis sanguinea. Im späten Frühjahr zeigen sich auf der Blattunterseite gelbliche, punktförmige Aecidienlager, im Sommer bilden sich dann auf der Blattoberseite die im Gegenlicht schön orange-rot gefärbten Blattverfärbungen, häufig in Form eckiger Flecken, die durch Blattadern begrenzt sind. Diese optisch schöne Verfärbung führte sicherlich auch zum Artnamen des Pilzes (lateinisch mirabilis: wunderbar, bewundernswert). Gefördert wird ein Befall durch sommerliche Trockenheit, vollsonnige Lagen, schwere Böden und eine schlechte Nährstoffversorgung. Auf der Blattunterseite zeigen sich die rotbraunen Uredosporen (die für eine weitere Verbreitung im Bestand sorgen), später dann die dunkleren, dickwandigeren Teleutosporen, die der Pilz zur Überwinterung nutzt.
Im klassischen Falle an Berberis und Getreide, seltener aber auch an Mahonie tritt der Getreideschwarzrost auf (Puccinia graminis). Auf der Mahonie werden, da es sich um eine wirtswechselnde Art handelt, nur die gelblichen Aecidien ausbilden. Uredosporen wie beim oben genannten Mahonienrost sind nicht hier, sondern am Getreide anzutreffen. Dort erfolgt dann die Neuinfektion im Frühjahr auch vom Getreide aus.
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