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| Abb.: Käfer mit erkennbarem Buchtenfraß |
Symptomatik und Biologie:
Der Gefurchte Dickmaulrüssler (Otiorhynchus sulcatus) zählt - optisch als auch namentlich sofort erkennbar - zu den Rüsselkäfern (Curculionidae), die im europäischen Raum mit über 5.000 Arten vertreten sind. Er ist etwa 10-12 mm lang, länglich-oval, schwarz gefärbt und dämmerungs- bzw. nachtaktiv. Tagsüber versteckt sich der Käfer unter Laub, in Steinspalten, hinter Rankgerüsten. Die Käfer sind nicht flugfähig, somit nur zu Fuß unterwegs. Die Eier der ausschließlich weiblichen Käfer sind dunkel gefärbt und nur Bruchteile eines Millimeters groß. Die schlüpfenden Larven (2 mm) sind weiß gefärbt, mit einer braunen Kopfkapsel versehen, fußlos und bauchwärts gekrümmt; im Laufe ihrer Entwicklung werden sie bis zu 12 mm lang. Die ersten Käfer finden sich im Freiland etwa ab Ende Mai/Anfang Juni. Ab Juli werden bis in den Spätsommer hinein Eier abgelegt; je Käfer bis zu 1.000 Stück. Ab August kommt es dann zum Schlupf der Larven, die auch überwintern. Die Gesamtlebensdauer der Käfer beträgt etwa zwei bis drei Jahre. Das Wirtspflanzenspektrum des Gefurchten Dickmaulrüsslers ist sehr groß, es geht von Moorbeetpflanzen über Erdbeeren und anderen Beerenobstarten zu Gehölzen, diversen Zierpflanzen als auch Stauden und Wein. Eine Schädigung erfolgt sowohl durch den Käfer (U-förmiger Buchtenfraß an Blättern) als auch durch die Larven (Wurzelfraß). Die Schäden der Larven sind stärker zu bewerten als die der Käfer (kann zum Absterben der Pflanzen führen). An Eiben treten teils großflächig Fraßschäden an der Rinde der Triebspitzen auf ("Taxuskäfer"), die als Folge verbräunen und optisch einem Frostschäden ähneln.
Neben der beschriebenen, häufigsten Otiorhynchus-Art treten derzeit, vermehrt eingeschleppt über Importe aus Süd-, Südost- und Osteuropa, andere Arten in den Baumschulen und im Öffentlichen Grün auf (u.a. Otiorhynchus crataegi, Otiorhynchus salicicola, Otiorhynchus smerczynskii). Diese sind vom Aussehen her ähnlich, unterscheiden sich zum Teil aber in ihrem Wirtspflanzenspektrum. Mögliche Probleme sind eine mangelhafte Bekämpfung durch die bisher verfügbaren Nematoden. In Europa gibt es fast 1000 Otiorhynchus-Arten, in Mitteleuropa immerhin noch 174 Arten.
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