Die Lindenblattwespe (Caliroa annulipes) tritt mit ihren Larven in Mittel- und Nordeuropa mit 2-3 Generationen an verschiedenen Gehölzen (u.a. Linde, Eiche, Birke, Weide) schädigend auf. Die Überwinterung erfolgt als Puppe im Boden, der Schlupf der erwachsenen Tiere (schwarzer Körper und Flügel, 7-8 mm lang, Teile der Hinterbeine weiß gefärbt) vollzieht sich dann im zeitigen Frühjahr. Mit Hilfe von kleinen Eitaschen legt das Weibchen in das Gewebe der Blattunterseite ihre Eier ab, bis zu 10 Stück pro Blatt. Die nacktschneckenähnlichen, mit Schleim überzogenen Larven werden bis zu 10 mm lang, haben einen schwarzbraunen Kopf und einen hellen Körper mit durchscheinendem, meist grünen Darminhalt. Sie führen einen Schabefraß auf der Blattunterseite aus, wobei sie nur die untere Epidermis und das Palisadengewebe fressen, die Blattadern und die obere Epidermis bleiben stehen. Die befallenen Stellen vertrocknen und verfärben sich braun, häufig rollen sich die Blätter auch ein. Die ausgewachsenen Larven wandern in den Boden und verpuppen sich in einem Kokon und etwa im Juli/August erscheint die zweite Generation (sie ruft einen größeren Schaden hervor als die erste Generation). Bei einem warmen und trockenen Sommer kann sich dann auch noch eine dritte Generation entwickeln. Die letzte Generation überwintert als Puppe im Boden. Bei jungen Pflanzen kann der Blattflächenverlust den Zuwachs deutlich mindern, für erwachsene Bäume ist der Schädling weniger gefährdend.
Vorbeugung und Bekämpfung:
Frühzeitiges Entfernen der Blätter (senkt das Infektionspotenzial). Einsatz von Insektiziden zu Beginn der Vegetationsperiode.