 |
| Abb.: Imago |
Symptomatik und Biologie:
Die in Ostasien beheimatete phytophage Marmorierte Baumwanze (Halyomorpha halys; Pentatomidae) wurde Ende des 20. Jahrhunderts in die USA verschleppt und konnte jetzt 2007 nun auch in Europa, hier erstmals in der Schweiz im Großraum Zürich, nachgewiesen werden. Eine weitere Ausbreitung der Tiere (Pflanzenhandel, Klimawandel) erscheint wahrscheinlich. Es wird nur eine Generation pro Jahr ausgebildet, wobei die erwachsenen Tiere häufig im Siedlungsbereich überwintern und hier, auch bedingt durch die Abgabe eines unangenehmen Geruches, als Lästling auftreten. Die 12-17 mm großen Imagines besitzen einen typischen Wanzenhabitus und sind feinkörnig grau-braun marmoriert. Auf dem Halsschild zeigen sich hinter den Augen häufig zwei rötliche Punkte. Verwechslungen in der Bestimmung sind mit der Gattung Holcostethus sowie der Art Rhaphigaster nebulosa möglich. Insgesamt werden fünf Larvenstadien durchlaufen wobei die Nymphen am Vorderrand des Halsschildes deutliche Dornen tragen und die Schienen (Tibia) ein weißes Band aufweisen.
Nach der Überwinterung als Imago erfolgt nach der Paarung etwa ab Juni bis in den August hinein die Ablage der Eier. Bis zu 150 Eier werden in Abhängigkeit von der Wirtspflanze von den Weibchen in kleinen, etwa 20-30 Eier umfassenden Paketen auf die Blattunterseiten abgelegt. Bis zum Herbst ist die Entwicklung zum Imago abgeschlossen, die dann wie geschildert überwintern. Die Tiere sind in unseren Breiten winterhart, werden durch tiefere Temperaturen aber in ihrer Überlebensfähigkeit eingeschränkt.
Die Marmorierte Baumwanze tritt in Ostasien und den USA an rund 100 Wirtspflanzen schädigend auf wobei hier im Schwerpunkt das Kern- und Steinobst (u.a. Aprikose, Apfel, Birne) sowie die Ziersträucher und Gehölze (u.a. Feuerdorn, Geißblatt, Sommerflieder, Ahorn) anzuführen sind. Je nach Pflanzenart werden die Blätter und Nadeln und/oder Früchte und Zapfen besaugt, die einen teils größeren Schaden bekommen (im Extrem auch bis zum Absterben). In China ist die Wanze zudem als Überträger bestimmter Phytoplasmen bekannt.
|