Bei der Marssonia-Blattfleckenkrankheit (Marssonina juglandis) an der Walnuss zeigen sich am Blatt bereits im Frühjahr braune bis graue Flecken, die rasch zusammenfließen und je nach Befallsdruck zu einem vorzeitigen Blattfall im August/September führen können. Über die schon mit bloßem Auge erkennbaren Fruchtkörper (meist in konzentrischer Anordnung; Acervulus) werden im Frühjahr weitere Konidien abgegeben, die dann, insbesondere in einem regnerischen Frühjahr, zu einem hohen Schadensausmaß führen können. Eher selten treten Schadsymptome in Form von braunen Flecken auf den Blattstielen und Trieben auf. Junge Früchte werden ebenfalls befallen, sie weisen dann deutliche, schwarze Flecke (fließen später zusammen) auf ihrer noch grünen Schale auf; die Früchte reifen nicht aus und fallen frühzeitig ab. Nur zum Teil dringt der Pilz auch bis in den Kern vor. Die Überwinterung des Pilzes erfolgt in speziellen Fruchtkörpern (Perithecien) im Falllaub. Es gibt somit eine Hauptfruchtform (Gnomonia leptostyla) wobei im Frühjahr über die abgegebenen Ascosporen die Erstinfektion der jungen Blätter erfolgt. Verwechslungsmöglichkeiten ergeben sich mit einer bakteriellen Ursache (Xanthomonas campestris pv. juglandis), die ebenfalls Blattflecke hervorruft (sind aber meist eckiger) und die auch schwarze Flecken an den Früchten aufweisen. Im Falle einer Marssonina-Infektion finden sich zur Abgrenzung aber stets die Acervulus-Fruchtkörper.
Vorbeugung und Bekämpfung:
Über eine herbstliche Laub- sowie Fruchtentfernung lässt sich der Erreger gut eindämmen. Einsatz von Fungiziden zum Austrieb.