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| Abb.: Schadsymptom Blattunterseite |
Symptomatik und Biologie:
Die Gallmücke (Monarthropalpus buxi) ist ein wichtiger Schädling an Buchs. Sie ist 3-4 mm lang, orange und zart beflügelt und tritt meist in Schwärmen an den Wirtspflanzen auf. Die Lebensdauer beträgt nur wenige Tage. Der Hinterleib des Weibchens endet mit einem langen, gebogenen Legebohrer. Die Eier werden im Mai, bevorzugt an der Unterseite der jüngsten Blätter, abgelegt. Die Anordnung der Eier ist meist kreisförmig. Nach 2-3 Wochen schlüpfen 0,5 mm große, beinlose, orangefarbene Larven und beginnen mit ihrer Fraßtätigkeit am Blatt. Die Befallsstellen zeichnen sich blattoberseits als unscheinbare, helle Punkte mit dunkler Mitte ab, welche einem Pilzbefall ähnlich sehen können. Allerdings sind die Flecken entgegen einem pilzlichen Befall nicht scharf abgegrenzt. Hält man die Blätter gegen das Licht, sind Hohlräume im Blattgewebe sichtbar. Im August und September erfolgt auf der Blattunterseite die Bildung deutlich sichtbarer, beulenförmiger Gallen, in welchen mehrere, zunächst weißlich gefärbte Larven überwintern. Bei starker Belegung der Blätter fließen die einzelnen Gallen zu großen Blasen zusammen, welche die ganze Blattspreite einnehmen können. Stark beschädigte Blätter fallen ab, ganze Triebe können vertrocknen. Die Pflanzen werden unansehnlich, insbesondere wenn Meisen, die sich von den Larven ernähren, die Gallen aufhacken und dabei die Blätter zerstören. Im April verpuppen sich die Larven. Sobald im Mai die mit dem Hinterende halb in den Gallen steckenden Puppenhäute auf der Blattunterseite gefunden werden, hat das Ausschlüpfen der Mücken begonnen, das sich über 2 bis 3 Wochen erstreckt. Es wird nur eine Generation pro Jahr vollzogen. Eine höhere Widerstandsfähigkeit weisen Buxus sempervirens `Handsworthiensis´ und B. sempervirens `Vardar Valley´ auf, sehr anfällig sind hingegen B. sempervirens `Myrtifolia´ und B. microphylla var. japonica `National´ (Erfahrungen aus den USA).
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