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| Abb.: Larvenstadium nach der Überwinterung |
Symptomatik und Biologie:
Die Rotbeinige Baumwanze (Pentatoma rufipes; Synonym: Tropicoris rufipes) wird etwa 12-15 mm groß und gehört zur Familie der Baumwanzen (Pentatomidae). Erwachsene Tiere sind rotbraun glänzend gefärbt und besitzen einen charakteristischen Wanzenhabitus, wobei die Spitze des lang ausgezogenen Schildchen (Scutellum) auffällig gelb/orange gefärbt ist. Das breite Halsschild ist an den beiden oberen Enden deutlich verbreitert und zipfelartig ausgezogen, die Seitenränder der Hinterleibssegmente (Connexivum) sind musterartig hell und dunkel gefleckt. Fühler als auch Beine (Name !) sind rotbraun. Die Tiere besitzen einen sehr langen Mundstachel. Pentatoma rufipes überdauert den Winter als L2/L3-Larve meist in der Baumkrone (Borkenritze, Moose). Nach der Überwinterung besiedeln sie oft die Stämme und sitzen diesen leicht abgestützt auf, fallen dem Betrachter damit auch bei näherer seitlicher Betrachtung der Stämme leicht ins Auge. Erste Imagines sind ab Juni/Juli vorhanden. Anschließend erfolgt die Kopulation und Eiablage (gelblich gefärbt, 4-5reihige Gelege mit etwa 14 Eiern, Ablage auf Blätter und Zweige). Weibliche Tiere sind noch bis in den Herbst anzutreffen.
Die Ernährung der Tiere (anstechen und aussaugen) kann als zoophytophag umschrieben werden, basiert somit auf pflanzlicher (Triebe, Knospen, Früchte) als auch tierischer Nahrung (tote und vermutlich auch lebende Insekten und deren Entwicklungsstadien). Nahrungsaufnahme und Entwicklung erfolgt wenig wirtspflanzenspezifisch auf verschiedenen Laubgehölzen (u.a. Birke, Linde, Eiche, Hainbuche), selten auch an Kiefern oder Fichten. Als Schädlinge treten die Wanzen teilweise im Obstbau (u.a. Kirsche, Himbeere) oder auch als Lästling bei Laubgehölzen in Privatgärten oder im Öffentlichen Grün auf, wenn die Tiere nach der Überwinterung als Larve die Stämme entlang krabbeln. Angelockt vom Licht fliegen die Imagines auch gerne künstliche Lichtquellen an.
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