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| Abb.: Verdickte Knospen als Leitsymptom |
Symptomatik und Biologie:
Die Haselnussknospengallmilbe (Phytoptus avellanae; Synonym: Phytocoptella avellanae) ist an Haselnuss weit verbreitet, wobei die Gallmilben hier als Schadbild deutlich vergrößerte Knospen induzieren ("Rundknospen"). Diese erreichen teilweise einen Durchmesser von 10 mm (-15 mm), spreizen sich, treiben aber nicht (vertrocknen dann später) oder nur schwach aus. Die Überwinterung der mikroskopisch kleinen Gallmilben (Einzelgröße: 0,2 mm, zwei vordere Beinpaare, weiß gefärbt, beidseitig sekundär geringelt) erfolgt zu Tausenden in den Knospen (mittels Lupe erkennbar). Als Sekundärbefall können im Innern der befallenen Knospen teilweise zusätzlich auch die Larven (Raupen) des Haselnusswicklers gefunden werden. Im Frühjahr wandern die Gallmilben aus den Knospen auf die Blätter, um hier Eier abzulegen. Die weitere Entwicklung erfolgt zunächst frei auf den Blättern (saugen an den Blättern, frühe Stadien sehr beweglich, spätere Stadien vergleichsweise sesshaft), wobei aber schon recht frühzeitig (Juni/Juli) wieder neue, junge Knospen besiedelt werden, die dann bereits ab September deutlich an Größe zunehmen und das eingangs beschriebene Schadbild erkennen lassen. Grundsätzlich werden Blatt- und Blütenknospen befallen, wobei aber weibliche Knospen hierbei scheinbar bevorzugt ausgewählt werden. Je nach Witterung kann es zu mehreren Generationen (bis zu 6) und damit Wanderungen kommen. Phytoptus avellanae tritt insbesondere an Corylus avellana auf, ist aber auch für C. colurna und C. maxima bekannt. Er ist nicht nur in Europa sondern u.a. auch in Nordamerika bekannt.
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