ARBOFUX - Diagnosedatenbank für Gehölze

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Die Einteilung der Pflanzen nach Lebensbereichen

Ein Hilfsmittel zur standortgerechten Verwendung

Die systematische Beobachtungen an den Pflanzen in den Sichtungsgärten seit den 50-er Jahren hatten dazu geführt, dass innerhalb der wie ungeordnet erscheinenden Sortimente viele Pflanzen aus allen Herren Länder mit überraschend gleichartigen oder gar identischen Standortseigenschaften anzutreffen waren. Die Vermutung dazu war, wenn man die Gehölze mit ähnlicher Verbreitung in der Natur und mit ähnlichen Ansprüchen zueinander gruppieren würde, dann ließen sich damit übereinstimmende Verwendungsgemeinschaften in Garten und Park herausstellen. Derartige Verwendungsgemeinschaften sind in der Folge "Lebensbereiche" genannt worden, da es bereits die Lebensbereiche der Stauden gab.

Unter einem "Lebensbereich" versteht man eine Gruppe von Pflanzen mit gleichen oder ähnlichen Ansprüchen, die aus der Natur aus analogen Pflanzengesellschaften stammen und die im Siedlungsbereich nach gemeinsamen Ansprüchen und Eigenschaften kombiniert und miteinander verwendet werden. Der Lebensbereich ist der Typ des Idealstandorts für die Pflanzen. An diesem Idealstandort finden die Pflanzen die Bedingungen vor, bei denen sie sich am besten entfalten können. Sie bilden mit ihren gleichgearteten Partnern eine Einheit.

Diese Einheiten sind in ein Ordnungsystem sortiert worden, deren einzelnen Elemente mit Kennziffern - wie Postleitzahlen - versehen worden sind. Der Sinn dieses Kennziffernsystems ist, dass Pflanzen mit gleichen Kennziffern ohne Probleme miteinander kombiniert werden können, da sie gleiche Eigenschaften und Anforderungen aufweisen. Es ergaben sich entsprechend der Vorgaben und in Anlehnung der Vorbilder in der Natur 9 Hauptgruppen, die allerdings weiter unterteilt werden mussten, um Variationen im Verhalten einzelner Gehölze oder auch Stauden gerecht zu werden. Diese Untergruppen drücken die detaillierten Ansprüche an den speziellen Standort, an Boden und Klima aus.

Die Benennung der Hauptgruppen lehnte sich an Namen naturnaher Formationen an. Dies sind bekannte Begriffe, die im Verwender bestimmte Bilder in seiner Vorstellung erwecken sollten, damit sich dieser die einzelnen schwerpunktmäßigen Gemeinschaften besser vorstellen kann. Die Anlehung an naturnahe Bereiche bedeutet jedoch nicht, dass diese Gehölze nicht in Garten oder Park gepflanzt werden dürften. Zu bedenken ist, dass im Hinblick auf eine leichtere Handhabung der Lebensbereiche mit Vereinfachungen in der Zuordnung gearbeitet werden musste, was nicht besonders problematisch ist, da die meisten Gehölze doch eine gewisse Spannweite in ihren Ansprüchen aufweisen. Zu ergänzen ist außerdem, dass Lebensbereiche ausschließich diejenigen Faktoren und Ansprüche der Pflanzen berücksichtigen, die zum überleben oder besseren Gedeihen notwendig sind. Die Lebensbereiche sagen nichts aus über ästhetische Wirkungen, pflanzliche Details oder gar Objektempfehlungen, z. B. geeignet für Industriehalde, Kinderspielplätze usw. Solche Zusatzinformationen würden das übersichtlich strukturierte Kennziffernsystem völlig verunklären und schwerfällig in der Anwendung machen.

In das Kennziffernsystem wurden alle heimischen Gehölzarten sowie alle wichtigen fremden Formen und eine größeren Anzahl von exotischen Seltenheiten übernommen, wobei alle bedeutsamen Sorten mit erfasst wurden.

Fazit: Das Kennziffernsystem gibt eine Hilfestellung für die standortsgterechte Verwendung und eröffnet die Möglichkeit potentielle Pflanzplätze besser beurteilen und ausgestalten zu können.

 

Prof. Dr. Peter Kiermeier

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