ARBOFUX - Diagnosedatenbank für Gehölze

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Mn-Mangel

Kirsche ohne Mn-Versorgung Abb.: Kirsche ohne Mn-Versorgung
Symptombeschreibung:
Mangelsymptome treten meist an den jungen und mittleren, nicht jedoch an den allerjüngsten Blättern auf. Es entstehen zunächst tüpfelartige Chlorosen zwischen den feinsten Adern, wobei um die Blattadern ein breiter grüner Saum verbleibt. Die Blätter erhalten so ein geschecktes, netzwerkähnliches Aussehen. Teilweise treten auch am Blattrand beginnende Tüpfelnekrosen auf.
Auftreten:
Häufig ist Manganmangel (wie auch Überschuss) keine Frage der Gehalte im Boden, sondern der Verfügbarkeit. Am besten verfügbar ist Mangan unter sauren, reduzierenden Bedingungen. Sandböden und organische Böden haben einen geringen absoluten Mangangehalt. Zu einem Mangel kommt es vorwiegend auf leichten, gut durchlüfteten, humusreichen Böden, sowie bei hohem pH-Wert und hohen Kalkgehalten.
Gegenmaßnahmen / Vorbeugung:
Der Mangel kann mit einer Blattspritzung von Mangansulfat oder seltener verwendeten Manganchelaten behoben werden. Bei Unklarheit, ob Manganmangel die alleinige Ursache der Schadsymptome ist, empfiehlt sich die Blattdüngung mit einer Kombination von Spurennährstoffen. Eine Düngung des Bodens mit Mangansulfat ist nur effektiv, wenn es sich um echte Mn-Verarmung des Bodens handelt und nicht um Festlegung (z.B. durch hohen pH-Wert). Sonst wird das zugedüngte Mangan genau wie das bereits enthaltene durch den hohen pH-Wert aufoxidiert und festgelegt und steht somit der Pflanze nicht zur Verfügung. In Verbindung mit einer Mangandüngung sind daher Maßnahmen zu treffen, um die Verfügbarkeit zu verbessern, wie z.B. die Gabe von Ammoniumsulfat als physiologisch sauer wirkendem Stickstoffdünger zur Absenkung des pH-Werts. Die Zufuhr leicht abbaubarer organischer Substanz oder das Walzen zu lockerer Böden schafft in diesem Fall günstige leicht reduzierende Bedingungen. Eine ausreichende Mn-Versorgung der Pflanzen im Jugendstadium, z.B. in Form einer Düngung ins Saat- oder Pflanzbett, kann sie vor einem späteren Mangel bewahren. Bei der Boden- und Blattanalyse muss das Verhältnis zu konkurrierenden Elementen (Fe, K) mituntersucht werden. Eine extreme Verschiebung des Verhältnisses weist auf induzierten Mangel hin.
 
Links: Birke ohne Mangan-Versorgung (großes Bild)
Links: Birke ohne Mangan-Versorgung
Links: Tanne ohne Mn-Versorgung (großes Bild)
Links: Tanne ohne Mn-Versorgung
Birke ohne Mn-Versorgung (großes Bild)
Birke ohne Mn-Versorgung
Apfel ohne Mn-Versorgung (großes Bild)
Apfel ohne Mn-Versorgung

Text: Thomas Lohrer/HSWT, Stand: April 2013

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