ARBOFUX - Diagnosedatenbank für Gehölze

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Zn-Überschuss

Rose mit Zn-Überschuss Abb.: Rose mit Zn-Überschuss
Symptombeschreibung:
Zinküberschusssymptome ähneln Fe- oder Mn-Mangel: Die jungen Blätter werden chlorotisch bis zum völligen Vergilben, der Unterschied ist allerdings, dass die Symptome ebenso ältere Blätter betreffen können. Es entstehen auch rötlich-braune oder schwarze Flecken- und Randnekrosen; gestauchtes Wachstum und blaugrüne Verfärbungen sind möglich.
Auftreten:
Bei sinkendem pH-Wert steigt der Gehalt an Zn in der Bodenlösung und damit seine Verfügbarkeit. Die stärkste Schadwirkung hat Zink bei direktem Kontakt mit der Blattfläche, da es im Boden von organischer Substanz, Phosphat oder freiem Kalk festgelegt wird. Der Grenzwert für Trinkwasser ist zehnmal so hoch wie der für Pflanzen tolerierbare Wert von 0,5 mg Zn/l. Zum Gießen verwendetes Leitungswasser kann also die Ursache für Zinkschäden sein. Weiches oder CO2-reiches Wasser ist so aggressiv, dass es Zn aus verzinkten Rohrleitungen, Gewächshaus-Trägerkonstruktionen (Abtropfen von Kondenswasser), Regenrinnen und Sammelbehältern und auch aus Messingbauteilen herauslöst. Das Gleiche gilt für Düngerlösungen in verzinkten Behältern. Besonders kritisch ist warmes Wasser, das lange in der verzinkten Leitung gestanden hat, denn höhere Temperaturen verstärken seine Lösungskraft. In geschlossenen, rezirkulierenden Kultursystemen kann es so zur Anreicherung dieses Spurennährstoffs kommen. Weitere Zinkquellen sind Kompost und manche Pflanzenschutzmittel.
Gegenmaßnahmen / Vorbeugung:
Kalkgaben, Phosphatdüngung und die Zufuhr organischer Substanz verringern die Verfügbarkeit des Nährstoffs. Der Zn-Gehalt des Gießwassers ist regelmäßig zu überprüfen. Liegt er zu hoch (über 0,5 mg/l), muss das Wasser aufbereitet werden, indem das Zink z.B. mit einem Kationenaustauscher entfernt oder mit Ammoniumphosphat ausgefällt wird. Das Angreifen von verzinkten Leitungen und Behältern durch aggressives Wasser kann durch einen Schutzanstrich oder den Ersatz durch Kunststoffteile verhindert werden. Werden diese Maßnahmen nicht ergriffen, sollte zumindest Wasser, das lange in der Leitung gestanden hat, erst mindestens fünf Minuten ablaufen, bevor mit dem Gießen begonnen wird. Beim Sammeln von Regenwasser ist zu empfehlen, insbesondere nach Trockenperioden das Wasser während der ersten zehn Minuten ablaufen zu lassen und erst dann mit dem Auffangen zu beginnen.
Text: Thomas Lohrer/HSWT, Stand: April 2013

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