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Buchenblattlaus

Lausbesatz (Blattunterseite) Abb.: Lausbesatz (Blattunterseite)
Symptomatik und Biologie:
Die Buchenblattlaus (Phyllaphis fagi) besitzt im deutschsprachigen Raum viele Synonyme: Buchenzierlaus, Buchenblattbaumlaus, Wollige Buchenlaus, Buchenwollblattlaus; sie tritt nur an Fagus-Arten auf. Insbesondere die beiden letzteren Bezeichnungen weisen auf das auffällige optische Erscheinungsbild der Läuse hin (Ausbildung von reichlich Wachsfäden/Wolle). Auf der Blattunterseite junger Buchenblätter (die Oberseite ist dabei noch vollständig symptomlos), meist konzentriert um die Hauptader, zeigen sich ab Mai/Juni die reichlichen Ansammlungen der gesellig auftretenden Tiere (Einzelgröße 2-3 mm, gelbgrün gefärbt) mit dem auffällig weißen, zotteligen Gesamterscheinungsbild. Die Tiere geben zudem massiv Honigtau ab, der auf den darunterliegenden Blättern blattoberseits dann zum Liegen kommt. Rußtaupilze sind dann häufig die Folge. Die lokale Verbreitung der Tiere erfolgt zu Fuß oder großräumig durch die Bildung von geflügelten Formen (lokal auch als "Weiße Fliegen" bekannt), die im Laufe der Vegetationszeit auf andere Blätter/Pflanzen übersiedeln. Betroffene Buchenblätter rollen sich an den Rändern nach unten ein und häufig vertrocknen sie unter Braunfärbung auch vom Rand her (dies führt diagnostisch auch häufig zu Verwechslungen mit reinen Trockenschäden). Je nach Befallsstärke ist auch Blattfall zu beobachten. Auch ist die Wuchsleistung der Pflanzen reduziert, zudem ist der optische Eindruck beeinträchtigt.
Phyllaphis fagi tritt sowohl in der gärtnerischen Produktion (besonders gefährdet: Sämlingskulturen) als auch im Öffentlichen Grün (häufig in Hecken) auf. Zum Herbst hin werden Sexualtiere (geflügelte Männchen sowie ungeflügelte, eierlegende Weibchen) ausgebildet, wobei die Weibchen anschließend gelbe, später schwarz-glänzend werdende Eier an die Zweige/Knospenschuppen der Buche ablegen; pro Weibchen bis zu 16 Stück. Aus diesen schlüpfen etwa ab Ende April die ersten Tiere, die ihrerseits dann wieder etwa 80 Nachkommen lebend zur Welt bringen und die ersten Populationen aufbauen; später kommen neben den ungeflügelten Tieren auch geflügelte Läuse dazu. Günstige Ernährungsbedingungen für die Blattläuse liefern insbesondere die jungen Blätter, die Vermehrungsrate der Generationen im Sommer ist somit deutlich reduziert.
Vorbeugung und integrierte Bekämpfungsmaßnahmen:
Ein früher Ausschnitt reduziert den Befall erheblich (Konzentration des Schädlings zu Beginn auf nur wenige Blätter). Daneben sind Austriebsspritzungen als auch ein frühzeitiger Einsatz von Insektiziden für eine erfolgreiche Bekämpfung erforderlich (Erschwernis durch die Wachswolle).

...einsetzbare Pflanzenschutzmittel (Gartenbau | Forst | Haus- und Kleingarten)

Wichtige Wirtspflanzen: (mit Lebensbereich nach Prof. Dr. Kiermeier; Erläuterung)
Fagus
 
Schadbild (übersicht) (großes Bild)
Schadbild (übersicht)
Massive Honigtauabgabe (großes Bild)
Massive Honigtauabgabe
Lausbesatz (Blattunterseite) (großes Bild)
Lausbesatz (Blattunterseite)
Honigtauabgabe (großes Bild)
Honigtauabgabe

Text: Thomas Lohrer/HSWT, Stand: April 2013

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