ARBOFUX - Diagnosedatenbank für Gehölze

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Feuerdornminiermotte

Platzminen an den Blättern Abb.: Platzminen an den Blättern
Symptomatik und Biologie:
Die Feuerdornminiermotte (Phyllonorycter leucographella) ist ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet, hat sich aber im Laufe der letzten Jahrzehnte auch weiter in nördliche Teile ausgedehnt (u.a. Deutschland, Österreich, Schweiz, England). In Deutschland ist die Art mindestens seit 1980 beschrieben. Insgesamt werden zwei Generationen ausgebildet, wobei die Flugzeiten des nur 4 mm großen Falters (orange, weiße Streifen auf den Vorderflügeln) etwa im Juni und September sind. Die Weibchen legen nach der Begattung ihre Eier auf die Mittelrippe der Blattoberseite ab (blass-grünlich, 0,2 mm), wobei sich pro Blatt letztendlich nur eine Mine mit einer Larve darin entwickelt. Der ursprünglich einzelne Gang der Mine erweitert sich rasch zur flächigen Platzmine (nimmt später nahezu die gesamte Blattspreite ein), wobei die obere Blattschicht abgehoben wird, Luft eindringt, und als silbrig-glänzende Schicht die Aufmerksamkeit des Betrachters hervorruft. Da die Larve im Innern der Platzmine einen quer gespannten Faden gesetzt hat falten sich die Blätter häufig auch in Längsrichtung nach oben. Insgesamt werden fünf Larvenstadien ausgebildet, wobei sich das letzte Stadium (3-5 mm groß, gelblich) an einem geöffneten Ende der Mine verpuppt, zuvor an dieser Stelle jedoch Kot und andere Reste aus der Mine entfernt. Die Puppenhülle ragt nach der Verpuppung noch aus der Mine heraus. Die Larven der zweiten Generation überwintern, weiter fressend, in den Minen der Blätter.
Je nach Befallsstärke ist ein frühzeitiger Laubfall möglich, da der Feuerdorn die stärker geschädigten Blätter abwirft und neu austreibt. Neben Pyracantha sind auch andere Wirtspflanzen beschrieben (u.a. Cotoneaster, Malus, Crataegus) wobei die Larvenentwicklung hier aber meist nicht abgeschlossen werden kann, da die schützende obere Haut der Platzmine aufreißt und so die Larven freisetzt.
Vorbeugung und integrierte Bekämpfungsmaßnahmen:
Sortenanfälligkeiten bei Feuerdorn beachten, Einsatz von Insektiziden (u.a. Tiefenwirkung, systemische Wirkung) je nach Befallsstärke. Blattentfernung vor der Verpuppung (= Reduzierung des späteren Befalls). Vögel reduzieren den Befall (picken die Larven aus den Platzminen heraus). Ein größeres Windaufkommen (=freie Lage) reduziert die Eiablage der filigranen Weibchen und damit letztendlich auch das Auftreten.

...einsetzbare Pflanzenschutzmittel (Gartenbau | Forst | Haus- und Kleingarten)

Wichtige Wirtspflanzen: (mit Lebensbereich nach Prof. Dr. Kiermeier; Erläuterung)
Pyracantha
 
Freigelegte Larve (mit Kotresten) (großes Bild)
Freigelegte Larve (mit Kotresten)
Platzmine am Einzelblatt (großes Bild)
Platzmine am Einzelblatt

Text: Thomas Lohrer/HSWT, Stand: April 2013

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