ARBOFUX - Diagnosedatenbank für Gehölze

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Lärchenbock

Larve mit Fraßgängen (freigelegt) Abb.: Larve mit Fraßgängen (freigelegt)
Symptomatik und Biologie:
Der Lärchenbock (Tetropium gabrieli) gilt mit seinen Larven als Sekundärschädling, der neben gefällten Lärchen bevorzugt durch beispielsweise Trockenheit geschwächte Lärchen (Larix decidua) befällt und zum Absterben bringen kann. Biologie und Schadbild ähneln in den Grundzügen dem der Fichtenböcke. Im Regelfall wird eine Generation pro Jahr vollzogen (klimaabhängig erfolgt sie auch zweijährig) wobei die Larven im Holz überwintern und der Käfer dann im Frühjahr (April/Mai) schlüpft. Der Käfer erreicht eine Länge von 8-18 mm, besitzt ein dunkles Halsschild und hat rot-braun gefärbte Flügeldecken, ist jedoch in seiner Färbung sehr variabel. Die Fühler erreichen nur etwa die halbe Körperlänge. In der Unterscheidung zu den beiden Fichtenbockarten besitzt die Stirnseite des Kopfes keine Einbuchtung sondern verläuft gerade bzw. ist gleichmäßig gewölbt.
Ein Reifungsfraß der Käfer ist nach der Verpuppung nicht erforderlich. Nach der Begattung erfolgt seitens der Weibchen die Eiablage, bevorzugt am unteren Stammabschnitt der Lärchen im Mai/Juni in den Borkenritzen. Die Ablage erfolgt als kleines Gelege (3-10 Eier), wobei jedes Ei länglich-oval ist (1,0x0,2 mm) und anfangs weißlich, später dann gelblich gefärbt ist. Jedes Weibchen kann bis zu 100 Eier ablegen. Die schlüpfenden Larven verteilen sich zu Beginn bis zu 25 cm um ihren Ablageplatz und dringen erst dann in die Rinde ein, vermindern somit das Risiko einer gegenseitigen Nahrungskonkurrenz. Der entstehende Fraßgang erweitert sich entsprechend der Entwicklung der Larven im Laufe der Zeit. Er erreicht in der Summe durchaus eine Länge von 80 cm, besitzt einen ovalen Querschnitt und ist mit wolkig zusammengepresstem Genagsel angereichert. Die Gänge sind deutlich mäanderartig, quer zur Stammrichtung, gewunden. Bei den Larven handelt es sich um typische Bockkäfer-Larven (abgeflachter Körper; hell gefärbt; deutliche Laufwülste am Hinterleib; breite, dunkel gefärbte Kopfkapsel, die deutlich in den Brustabschnitt eingezogen ist). Ein besonderes Merkmal sind bei den älteren Larven (ab L4) zwei dunkle, abgerundete Chitinhöcker am Rand des 9. Abdominalsegmentes zu nennen. Die Larven erreichen meist eine Länge von etwas über 20 mm.
Die Fraßgänge der Larven bleiben im Gegensatz zum Fichtenbock meist flach unter der Rinde und gehen eher selten in den Splintholzbereich. Auch die spätere Puppenbildung (Bildung einer Puppenwiege) erfolgt dann, insbesondere im unteren Stammbereich, ohne die Bildung von einem sonst typischen Hakengang unter der Rinde. Das spätere Ausflugloch der Käfer ist queroval.
Befallene Bäume zeigen als frühe Schadsymptome neben den erwähnten Fraßgängen unter der Rinde (freilegen) eine schüttere Krone sowie einen Harz- und Bohrmehlaustritt am Stamm. Teils werden die Bäume auch zusätzlich vom Großen Lärchenborkenkäfer (Ips cembrae) befallen. Da befallene Stämme gerne von Spechten aufgesucht werden können diese indirekt auf ein Vorkommen der Larven hinweisen (trichterförmige Löcher).
Vorbeugung und integrierte Bekämpfungsmaßnahmen:
Befallene Pflanzen vor dem Schlupf der Käfer entfernen. Entrindung der Stämme. Vorbeugender Einsatz von Insektiziden zur Stammbehandlung.

...einsetzbare Pflanzenschutzmittel (Gartenbau | Forst | Haus- und Kleingarten)

Wichtige Wirtspflanzen: (mit Lebensbereich nach Prof. Dr. Kiermeier; Erläuterung)
Larix
 
Fraßgänge der Larven (freigelegt) (großes Bild)
Fraßgänge der Larven (freigelegt)
Einzelner Käfer (großes Bild)
Einzelner Käfer

Text: Thomas Lohrer/HSWT, Stand: April 2013

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