ARBOFUX - Diagnosedatenbank für Gehölze

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Sternrußtau an Rose

Junges Schadbild Abb.: Junges Schadbild
Symptomatik und Biologie:
Der Sternrußtau (Diplocarpon rosae) ist sicherlich neben dem Echten Mehltau der bekannteste Schadpilz an Rosen. Symptomatisch zeigt er sich mit bereits früh im Jahr auftretenden dunklen bis schwarzen Flecken auf den Blättern. Es werden erst die bodennahen Blattetagen befallen, wobei bei näherem Hinsehen der sternförmige Charakter der Flecke am Rand sichtbar wird (Namensgebung). Günstige Infektionsbedingungen liefern dem Pilz eine längere Blattnässedauer (ca. sieben Stunden), eine hohe Luftfeuchte sowie Temperaturen über 15°C. Zu Beginn zeigen sich die schwarzen Flecke noch auf grünen Blättern, die aber rasch vergilben. Die Einzelflecke können hierbei einen Durchmesser von 3 cm erreichen. Neben den Blättern, die im Jahresverlauf rasch abfallen und verkahlte Büsche (insbesondere im unteren Bereich) zur Folge haben (= dies bedingt auch eine verminderte Frosthärte) können auch Triebe befallen werden. Die Überwinterung erfolgt sowohl in den Blättern als auch den Knospen und Trieben. Grundsätzlich bildet der Pilz zwei Fruchtkörperformen aus, wobei jedoch die Bildung der asexuell gebildeten Fruchtkörper (= Acervulus; Marssonina rosae) nahezu ausschließlich vorkommt. Diese sind mit dem bloßen Auge praktisch nicht sichtbar, erst mit Hilfe einer Lupe sind die unscheinbaren, lagerartigen Fruchtkörper erkennbar. Die hier gebildeten Konidien (= "Sporen") sind sehr kältetolerant, unter Laborbedingungen können sie problemlos für mehrere Jahre bei -20°C gelagert werden. Ein kalter Winter dürfte somit für das Auftreten der Krankheit im nächsten Jahr offensichtlich keinen Einfluss haben.

... zur mikroskopischen Sporenzeichnung

Vorbeugung und integrierte Bekämpfungsmaßnahmen:
Eine Laubentfernung zum Herbst bzw. Rückschnitt befallener Triebe ist sicherlich eine erste, wichtige Maßnahme. Da feuchte Bedingungen sowohl für die Ausbreitung des Pilzes im Bestand als auch für den Krankheitsverlauf sehr förderlich sind, sollten Überkopfbewässerungen vermieden werden bzw. ein entsprechend großer Pflanzabstand eingehalten werden. Über eine Sortenwahl lässt sich das Schadausmaß begrenzen. Durch ein Mulchen reduziert sich die Gefahr einer Infektion über das Spritzwasser vom Boden her. Ein Einsatz von Fungiziden ist ebenfalls möglich.

...einsetzbare Pflanzenschutzmittel (Gartenbau | Forst | Haus- und Kleingarten)

Wichtige Wirtspflanzen: (mit Lebensbereich nach Prof. Dr. Kiermeier; Erläuterung)
Rosa
 
Sternförmige Flecken (Nahaufnahme) (großes Bild)
Sternförmige Flecken (Nahaufnahme)
Fruchtkörper (Nahaufnahme) (großes Bild)
Fruchtkörper (Nahaufnahme)
Schadbild (Blattrand) (großes Bild)
Schadbild (Blattrand)
Fortgeschrittenes Schadbild (großes Bild)
Fortgeschrittenes Schadbild

Fortgeschrittenes Schadbild (großes Bild)
Fortgeschrittenes Schadbild
Befallenes Einzelblatt (großes Bild)
Befallenes Einzelblatt

Text: Thomas Lohrer/HSWT, Stand: April 2013

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