ARBOFUX - Diagnosedatenbank für Gehölze

Startseite | Datenbank | Einstellungen | Hilfe zur Bedienung | Bildrechte | Hinweise an Arbofux | Video-Tutorial

Lindenschwärmer

Raupe Abb.: Raupe
Symptomatik und Biologie:
Die Larven des Lindenschwärmers (Mimas tiliae; Synonym: Dilina tiliae) treten insbesondere an Linde, aber auch anderen Laubgehölzen auf, sorgen hier aber für keine größeren Fraßschäden. Es wird nur eine Generation pro Jahr ausgebildet, wobei die Puppe im Boden überwintert und die großen Falter etwa ab Mai schlüpfen und vorwiegend in der Dämmerung und der Nacht fliegen (Spannweite: 55-75 mm, Grundfarbe braun, sehr variabel, mit dunkler Mittelbinde), wobei sie gute und schnelle Flieger sind. Wie auch andere Arten der Gattung Mimas besitzen die Vorderflügel gewellte Außenränder. Da die Tiere wie auch das Abendpfauenauge oder der Pappelschwärmer verkümmerte Mundwerkzeuge haben nehmen die Falter keine Nahrung auf. Die Eier (1,7x1,4 mm, oval, grünlich) werden einzeln (oder auch paarweise) auf die Unterseite der Blätter abgelegt (meist im Kronenbereich), etwa 150-300 Stück pro Weibchen. Nach etwa 1-2 Wochen schlüpfen die Larven (vier Paar Bauchfüße, Nachschieber), wobei die Larven durch ihre äußere Erscheinung und Zeichnung recht auffällig sind. Die Raupen fressen meist nur in der Nacht. Sie werden bis zu 6 cm lang, tragen wie alle Schwärmer ein deutliches Horn am 8. Segment vom Hinterleib (oberseits blau, unterseits rot-gelb; darunter ein gekörntes Schildchen), an den Seiten sind sieben gelbe Schrägstriche erkennbar und der Körper ist nach vorne verjüngt (weiße Stigmen mit rotem Rand). Junge Raupen sind grünlich und ohne farbige Schrägstriche und tragen ein im Verhältnis gesehen langes Horn. Die älteren Larvenstadien sind deutlich rosa-bräunlich gefärbt und in der Größe geschrumpft. Etwa ab September verlassen die Larven die Blätter (kriechen den Stamm hinab), werden dann auch leichter entdeckt und suchen zur Verpuppung den Boden (meist Bodenstreu, seltener auch Rindenritzen oder Astgabeln) in der Nähe ihrer Fraßpflanze auf. Teilweise kommt es zum Überliegen der Puppen (Puppe: dunkel, 3-3,5 cm).
Vorbeugung und integrierte Bekämpfungsmaßnahmen:
Larven und Puppen frühzeitig entfernen. Aufgrund der geringen Fraßschäden im Regelfall kein Einsatz von Insektiziden erforderlich.

...einsetzbare Pflanzenschutzmittel (Gartenbau | Forst | Haus- und Kleingarten)

Wichtige Wirtspflanzen: (mit Lebensbereich nach Prof. Dr. Kiermeier; Erläuterung)
AlnusBetulaFraxinusJuglansPrunusQuercusSorbusTiliaUlmus
 
Einzelner Falter (großes Bild)
Einzelner Falter
Raupe vor der Verpuppung (großes Bild)
Raupe vor der Verpuppung

Text: Thomas Lohrer/HSWT, Stand: Mai 2015

Arbofux wird finanziell unterstützt von folgenden Firmen (eine Firmen-Vorstellung finden Sie hier als pdf-Datei):

finanzielle Unterstützer von Arbofux Pflanzenhandel Lorenz von Ehren Diwoky – Ihr Gartenfreund Scotts Celaflor Neudorff Verband der Weihenstephane Ingenieure e.V.

Zu ihrer Information: Eine kurze Vorstellung unserer Sponsoren (pdf-Datei)


Arbofux wird Ihnen
präsentiert von




Liste aller Schadbilder - deutschListe aller Schadbilder - fachlichKontakt|Impressum/Datenschutzerklärung