ARBOFUX - Diagnosedatenbank für Gehölze

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Schnauzenspinner

Einzelne Raupe (seitlich, Kopf unten) Abb.: Einzelne Raupe (seitlich, Kopf unten)
Symptomatik und Biologie:
Vergleichsweise häufig anzutreffen sind die Raupen und Falter des Schnauzenspinners (Pterostoma palpina; Synonym: Pterostoma palpinum). Zu seinen bevorzugten Wirtspflanzen gehören Pappeln, aber auch andere Laubgehölze können befallen werden (u.a. Weide, Eiche, Erle, Linde). Je nach Region werden eine bis zwei Generationen durchlaufen. Bei zwei Generationen (Süddeutschland) treten die Raupen etwa im Juni/Juli und August/September auf. Die Flugzeit der Falter ist dann entsprechend später, die Überwinterung erfolgt als braune Puppe als Gespinst im Boden am Fuße ihrer Wirtspflanze. Erste Falter fliegen etwa ab Mai, die Eiablage erfolgt auf die Blattoberseite ihrer Fraßpflanzen. Die Raupen werden bis 4 cm lang, sind von einer grünlichblauen Grundfarbe (der Kopf ebenfalls) und besitzen einen deutlichen weiß-gelblichen Seitenstreifen (auch am Kopf), der oberseits von einer dunklen Linie begrenzt ist. Auf dem Rücken zeigen sich dünne, weißliche Linien. Trotz ihres vergleichsweise häufigen Auftretens (bis auf 1500 m) ist der Schaden durch den Fraß der Raupen von geringerer Bedeutung.
Auffällig ist die Grundhaltung der Raupe, bei dem nur mit den hinteren Bauchfüßen ein Kontakt zum Blatt/Trieb besteht und der Vorderkörper frei getragen wird. Der nachtaktive Falter ist unscheinbar gelb-braun gefärbt, besitzt jedoch als auffälliges Merkmal am Innenrand der Vorderflügel einen deutlichen Zahn (aus Schuppen) sowie am Kopf zwei deutlich nach vorne hinausragende Taster (Palpen), die auch für den deutschen Namen (Schnauzenspinner, Rüsselspinner) verantwortlich sind.
Vorbeugung und integrierte Bekämpfungsmaßnahmen:
Einzelne Raupen können abgesammelt werden. Meist ist eine Bekämpfung nicht erforderlich, Einsatz von Insektiziden im Bedarfsfall.

...einsetzbare Pflanzenschutzmittel (Gartenbau | Forst | Haus- und Kleingarten)

Wichtige Wirtspflanzen: (mit Lebensbereich nach Prof. Dr. Kiermeier; Erläuterung)
AlnusPopulusQuercusSalix
Text: Thomas Lohrer/HSWT, Stand: April 2013

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