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Rosenprachtkäfer

Larve, Bohrmehl mit Fraßgang Abb.: Larve, Bohrmehl mit Fraßgang
Symptomatik und Biologie:
Die Larven des Rosenprachtkäfers (Agrilus cuprescens) schädigen als Minierer in den Trieben von Rosen (Namensgebung) aber auch an verschiedenen Rubus-Arten (Himbeere, "Himbeerprachtkäfer"; Brombeere, "Schmaler Brombeer-Prachtkäfer"). Nach der Verpuppung in den Trieben im Frühjahr schlüpft der Käfer etwa im Juni und sitzt dann oft auf den Blättern seiner Wirtspflanzen (rufen dort vernachlässigbare Fraßschäden hervor). Die wärmeliebenden Käfer sind grün-blaugrün metallisch gefärbt und werden bis zu 7 mm groß. Aus den auf die Stängel abgelegten Eier schlüpfen die Larven, die sich rasch einbohren und zu Beginn einen spiraligen, nach oben verlaufenden Gang hervorrufen. Die hell gefärbten, bis zu 10 mm langen beinlosen Larven sind nackt, besitzen einen rundlichen Querschnitt und eine gleichmäßige Breite; am Hinterende sitzen paarigen Zangen, die zur Ablage der Kotballen genutzt werden. Äußerlich ist der spiralige Verlauf der Gänge (meist rechtsgewunden, 5-6 Umläufe) durch eine entsprechende Verfärbung der Rinde deutlich erkennbar, befallene Triebe sind auch meist spindelförmig angeschwollen und weisen eine rissige Oberfläche auf. Im weiteren Verlauf wird der Gang ins Mark verlagert, in dem später dann auch die ovale Puppenwiege angelegt wird. Die Gesamtlänge des Larvenganges ist unterschiedlich, sie beträgt etwa 14 cm. In einem Trieb befindet sich jeweils nur eine Larve. Die Verpuppung zum Käfer erfolgt dann erst im Frühjahr. In jedem Jahr tritt nur eine Generation auf. Auch wenn der Rosenprachtkäer bundesweit auftritt werden offenbar klimatisch wärmere Regionen bevorzugt (Süddeutschland). Die Art wurde bisher auch in die USA eingeschleppt.
Aufgrund des Minierganges kommt es zum Brechen der Triebe, auch ist der Austrieb reduziert oder bleibt ganz aus bzw. die Knospen der geschädigten Triebe trocknen ein. Bei den Rosen können sowohl kultivierte als auch wilde Rosen geschädigt werden. Je nach Auftreten kann es zu ernsthaften Schäden durch die Larven in den Beständen kommen. Die Käfer schädigen nur wenig
Vorbeugung und integrierte Bekämpfungsmaßnahmen:
Rückschnitt befallener Triebe vor dem Schlupf der Käfer. Im Bedarfsfall Einsatz von Insektiziden gegen die Käfer.

...einsetzbare Pflanzenschutzmittel (Gartenbau | Forst | Haus- und Kleingarten)

Wichtige Wirtspflanzen: (mit Lebensbereich nach Prof. Dr. Kiermeier; Erläuterung)
Rosa
 
Spiralförmige Verfärbung der Rinde (großes Bild)
Spiralförmige Verfärbung der Rinde
Spindelförmige Triebverdickung (an Himbeere) (großes Bild)
Spindelförmige Triebverdickung (an Himbeere)

Text: Thomas Lohrer/HSWT, Stand: April 2013

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