ARBOFUX - Diagnosedatenbank für Gehölze

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Weißgegürtelte Rosenblattwespe

Larve mit Fraßschaden Abb.: Larve mit Fraßschaden
Symptomatik und Biologie:
Die Larven (Afterraupen) der Weißgegürtelten Rosenblattwespe (Allantus cinctus, Synonym: Emphytus cinctus) schädigen mit zwei Generationen pro Jahr insbesondere an Rosen, treten aber auch an Him- und Erdbeere (Gattung Fragaria) auf. Bevorzugt werden trocken-warme Standorte. Die im Frühjahr ab Mai auftretenden, etwa 7-10 mm großen Blattwespen sind dunkel gefärbt, besitzen einen länglichen Körper und zwei dunkel geaderte Flügel, die einen leichten Gelbstich besitzen (Spannweite 12-24 mm). Die Weibchen tragen am fünften Hinterleibssegment ein auffälliges, schmales, weiß gefärbtes gürtelähnliches Band (Namensgebung). Im Sonnenlicht sind die Tiere ausdauernde, sehr aktive Flieger. Die Ablage der Eier erfolgt blattunterseits in vom Weibchen mit Hilfe seines sägeartigen Legebohrers ("Rosensägewespe") geöffnete Blatttaschen; meist werden 1-2 Eier pro Blatt abgelegt. Innerhalb von 1-2 Wochen reifen die Eier heran, werden deutlich größer und zeigen sich blattunterseits als beulenförmige Anschwellung. Die schlüpfenden Larven sind nur 3 mm groß, erreichen aber im Laufe ihrer mehrwöchigen Entwicklung über sechs (Männchen) bzw. sieben (Weibchen) Larvenstadien eine Länge von 15 mm (braune Kopfkapsel, Körper oberseits grünlich-grau, unterseits heller gefärbt, ein beinfreies Segment zwischen Brust- und Abdominalbeinpaaren, auffällige weiße Dörnchenreihe auf dem Rücken).
Während das erste Larvenstadium noch einen unauffälligen Schabefraß auf der Blattunterseite hinterlässt, rufen die älteren Stadien einen Lochfraß und Blattrandfraß bis zum Kahlfraß hervor, bei dem nur die Mittelrippen stehen bleiben. In Ruhe befindliche Larven rollen sich (vermehrt blattunterseits) schneckenhausartig ein ("curled rose sawfly"), wickeln sich teils auch um die Triebe, meist aber in einer gewissen Distanz zu den geschädigten Blättern. Das letzte Larvenstadium nimmt keine Nahrung mehr auf und sucht einen Platz zur Verpuppung. Genutzt werden bevorzugt Stümpfe abgeschnittener Zweige (in dessen Mark sich die Larve bis zu 20 cm hereinbohrt, spätere Verstopfung durch Bohrmehl), seltener auch Rindenritzen und das Laub am Boden (Verpuppung in einem dünnen, schwach-transparenten Kokon). Aus ehemals unbefruchtet abgelegten Eiern entstehen später Männchen (Arrhenothokie). Die adulten Tiere der zweiten Generation treten etwa ab Juli auf, deren Larven überwintern und verpuppen sich im Frühjahr des nächsten Jahres; es treten also zwei Generationen pro Jahr auf.
Vorbeugung und integrierte Bekämpfungsmaßnahmen:
Absammeln der Larven (blattunterseits, teils in räumlicher Entfernung vom Fraßplatz). Einsatz von Insektiziden bevorzugt gegen die jungen Larven. Beim Rückschnitt von Rosen vorbeugend keine längeren Stümpfe stehen lassen bzw. befallene Triebabschnitte vor der Verpuppung abschneiden.

...einsetzbare Pflanzenschutzmittel (Gartenbau | Forst | Haus- und Kleingarten)

Wichtige Wirtspflanzen: (mit Lebensbereich nach Prof. Dr. Kiermeier; Erläuterung)
Rosa
 
Eingerollte Larve  (großes Bild)
Eingerollte Larve
Larve mit Fraßschaden (großes Bild)
Larve mit Fraßschaden
Einzelne Larve (großes Bild)
Einzelne Larve

Text: Thomas Lohrer/HSWT, Stand: April 2013

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