ARBOFUX - Diagnosedatenbank für Gehölze

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Eichenspinner

Junge Raupe Abb.: Junge Raupe
Symptomatik und Biologie:
Die Raupen des Eichenspinners (Lasiocampa quercus) treten an einer Vielzahl von strauchigen Pflanzen (u.a. Heidelbeere, Besenheide) sowie Laubgehölzen (u.a. Eiche [hier eher weniger], Hainbuche, Birke) und teilweise auch an Nadelbäumen auf (u.a. Fichte, Kiefer). Der Fraßschaden der Raupen richtet sich gegen die Blätter und Nadeln, Knospen sowie junge Rindenabschnitte. Die gelb-bräunlich gefärbten Falter (dt. Synonym: Quittenvogel) schlüpfen etwa ab Mitte/Juni und fliegen bis in den August (Spannweite: 55-70 mm, Vorderflügel der Männchen dunkelbraun gefärbt [Weibchen: hellbraun], mit gelblicher Querbinde; mit einem weißen, dunkel gerandeten Punkt; Weibchen deutlich größer). Während die Männchen auch tagsüber fliegen sind die Weibchen vorwiegend nachtaktiv. Die Eier (gelb-braun, länglich-rund) werden nach der Paarung vom Weibchen einzeln an die jeweiligen Futterpflanzen abgelegt (50-280 Stück pro Weibchen) oder scheinbar auch im Flug vom Weibchen abgeworfen. Junge Raupen sind schwarz gefärbt, deutlich behaart und haben auffällige gelb-orangefarbene Rückenflecken.
Die erwachsenen Tiere werden bis zu 8 cm lang (mit weißen Längsstreifen; schwarze, weißgefleckte Segmenteinschnitte; dichte grau gefärbte Haarpolster auf dem Rücken). Grundsätzlich wird im Flachland eine Generation pro Jahr ausgebildet, wobei die Raupen (oft als L3) an ihrer Wirtspflanzen in gestrecktem Zustand und gut getarnt an die Zweige geschmiegt hier den Winter überstehen. Die Verpuppung erfolgt dann im Mai in einem behaarten gelb-braunen Kokon am Boden oder an den Zweigen der Futterpflanze (Puppe: schwarzbraun). Diskutiert werden verschiedene ökologische Unterarten oder Varietäten des Eichenspinners mit unterschiedlichen klimatischen Ansprüchen und Wirtspflanzen, sodass beispielsweise in höheren Lagen die Generation zweijährig ist oder die nordwestliche Unterart insbesondere an Besenheide und Heidelbeere vorkommt.
Vorbeugung und integrierte Bekämpfungsmaßnahmen:
Larven im Bedarfsfall frühzeitig entfernen. Im Regelfall kein Einsatz von Insektiziden erforderlich.

...einsetzbare Pflanzenschutzmittel (Gartenbau | Forst | Haus- und Kleingarten)

Wichtige Wirtspflanzen: (mit Lebensbereich nach Prof. Dr. Kiermeier; Erläuterung)
AbiesAlnusBetulaCarpinusLarixPiceaPinusPrunusQuercusRosaSalixSyringa
 
Falter (Männchen) (großes Bild)
Falter (Männchen)
Falter (Weibchen) (großes Bild)
Falter (Weibchen)
Raupe (großes Bild)
Raupe
Raupe (eingerollt) (großes Bild)
Raupe (eingerollt)

Text: Thomas Lohrer/HSWT, Stand: April 2013

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