ARBOFUX - Diagnosedatenbank für Gehölze

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Hexenringe

Hexenringbildung im Wald Abb.: Hexenringbildung im Wald
Symptomatik und Biologie:
Verursacher von Hexenringen sind verschiedene Hut- bzw. Ständerpilze (Basidiomyceten), die mit Ihren Fruchtkörpern die Bodenoberfläche durchstoßen. Insbesondere Schwindlinge wie der Nelkenschwindling (Marasmius oreades) aber auch andere Pilze verursachen derartige Erscheinungen. Ausgehend von einzelnen Sporen, die in den Pilzhüten produziert und mit dem Wind verbreitet werden, wächst der bodenbürtige Pilz strahlig von seinem Ausgangspunkt in alle Richtungen. Bei einer gleichmäßigen Bodenbeschaffenheit (Bedingung; optimal: Rasenflächen oder homogene Waldböden) kommt es dann zu einem kreisförmigen, unterirdischen Pilzgeflecht. Die Peripherie stellt das jüngste Gewebe dar, an dem sich - unter für den Pilz günstigen Umweltbedingungen - die Fruchtkörper ausbilden und der Pilz sich so oberirdisch als Ring optisch zu erkennen gibt. Die Bezeichnung Hexenring geht auf Erklärungsversuche des Mittelalters zurück, die in den ringförmigen angeordneten Fruchtkörpern einen nächtlichen Versammlungsplatz von Hexen und anderen "Schwammgeistern" vermutet haben.
Insgesamt sind drei verschiedene Erscheinungsformen (Typ 1-3) der Hexenringe beschrieben, die sich im Rasen optisch leicht unterscheiden lassen: Beim Typ 1 kommt es zur Ausbildung eines kreisförmig abgestorbenen Grasbandes mit meist zwei, nach innen und außen abgehenden, dunkelgrünen Randzonen. Der Typ 2 weist einen einzelnen, dunkelgrünen Ring auf; Absterbeerscheinungen sind hier nicht bekannt. Sind die Bedingungen für den Pilz günstig, werden bei beiden Typen auch die typischen Fruchtkörper ausgebildet. Der Typ 3 wiederum bildet nur die kreisförmig angeordneten Fruchtkörper aus; Rasenverfärbungen (Absterbeerscheinungen, Dunkelgrünfärbung) sind hier nicht nachzuweisen. Der Kreisdurchmesser der Hexenringe kann von wenigen Dezimetern (30-50 cm) bis zu mehreren Metern (5-10 m) betragen.
Vorbeugung und integrierte Bekämpfungsmaßnahmen:
Zur Vorbeugung dient eine intensive Durchlüftung des Bodens (u.a. Beseitigung von vorhandenem Filz im Rasen, tiefgehende Lockerung und das Erzielen einer guten Wasser- und Nährstoffversorgung). Eine direkte Bekämpfung ist über einen Erdaustausch oder, eingeschränkt, chemische Behandlung möglich.
Wichtige Wirtspflanzen: (mit Lebensbereich nach Prof. Dr. Kiermeier; Erläuterung)
Picea
 
Hexenringbildung im Rasen (großes Bild)
Hexenringbildung im Rasen

Text: Thomas Lohrer/HSWT, Stand: April 2013

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