Schwammspinner
Symptomatik und Biologie:
Der Schwammspinner (Lymantria dispar) kommt in Europa in wärmeren, waldreichen Regionen vor und wurde vor 150 Jahren auch nach Nordamerika eingeschleppt ("Gypsy Moth"). Der Falter ist polyphag, d.h. sein Wirtspflanzenkreis beinhaltet viele Gehölze und Sträucher anderer Gattungen, z. B. Buche (Fagus), Eiche (Quercus), Hainbuche (Carpinus), Hasel (Corylus), Pappel (Populus). Beschrieben sind über 650 verschiedene Wirtspflanzen. Ein häufiger und gefährlicher Schädling ist er auch an Obstgehölzen. Die tagaktiven Falter fliegen etwa von Juli bis September; ihre Lebenserwartung beträgt nur etwa zwei Wochen. Die männlichen, sehr flugaktiven graubraunen Falter haben eine Spannweite von 3-5 cm und besitzen dunkle gezähnte Querstreifen auf den Vorderflügeln. Die eher flugträgen weiblichen Falter dagegen sind größer (4-8 cm) und weißgelblich gefärbt. Die Querstreifen auf den Vorderflügeln sind oft verschwommen. Das Weibchen legt nach der Begattung ihre zahlreichen Eier am unteren Stammbereich oder Ast ab und bedeckt ihr Gelege (Größe: 2-4 cm; Umfang: ca. 100 Eier) mit Haaren des Hinterleibes, so dass es wie ein Schwamm erscheint (Name!).
Die Überwinterung erfolgt dann im Eistadium, somit bildet sich nur eine Generation im Jahr aus. Etwa zum Laubaustrieb schlüpfen die Raupen, die in den Monaten Mai/Juni in der Baumkrone, bevorzugt von Eichen, anzutreffen sind. Die schwarzen Raupen sind 4-7 cm lang und besitzen im jungen Stadium gelbliche Seitenstreifen und Rückenflecken. Ältere Raupen sind braun behaart und besitzen vorne blaue und hinten braunrote paarige Warzen. Die Raupen fressen am jungen Blattwerk und durchlaufen dabei sechs Larvenstadien, wobei die frühen Stadien taktaktiv, die älteren aber nachtaktiv sind. Die Haare der Raupen sind als Allergieauslöser beim Menschen bekannt. Die Schädigung der Wirtspflanze kann bis zum Kahlfraß führen. Die Tiere verpuppen sich im Juni/Juli in Gespinsten am Stamm oder an Ästen.
Der Schwammspinner (Lymantria dispar) kommt in Europa in wärmeren, waldreichen Regionen vor und wurde vor 150 Jahren auch nach Nordamerika eingeschleppt ("Gypsy Moth"). Der Falter ist polyphag, d.h. sein Wirtspflanzenkreis beinhaltet viele Gehölze und Sträucher anderer Gattungen, z. B. Buche (Fagus), Eiche (Quercus), Hainbuche (Carpinus), Hasel (Corylus), Pappel (Populus). Beschrieben sind über 650 verschiedene Wirtspflanzen. Ein häufiger und gefährlicher Schädling ist er auch an Obstgehölzen. Die tagaktiven Falter fliegen etwa von Juli bis September; ihre Lebenserwartung beträgt nur etwa zwei Wochen. Die männlichen, sehr flugaktiven graubraunen Falter haben eine Spannweite von 3-5 cm und besitzen dunkle gezähnte Querstreifen auf den Vorderflügeln. Die eher flugträgen weiblichen Falter dagegen sind größer (4-8 cm) und weißgelblich gefärbt. Die Querstreifen auf den Vorderflügeln sind oft verschwommen. Das Weibchen legt nach der Begattung ihre zahlreichen Eier am unteren Stammbereich oder Ast ab und bedeckt ihr Gelege (Größe: 2-4 cm; Umfang: ca. 100 Eier) mit Haaren des Hinterleibes, so dass es wie ein Schwamm erscheint (Name!).
Die Überwinterung erfolgt dann im Eistadium, somit bildet sich nur eine Generation im Jahr aus. Etwa zum Laubaustrieb schlüpfen die Raupen, die in den Monaten Mai/Juni in der Baumkrone, bevorzugt von Eichen, anzutreffen sind. Die schwarzen Raupen sind 4-7 cm lang und besitzen im jungen Stadium gelbliche Seitenstreifen und Rückenflecken. Ältere Raupen sind braun behaart und besitzen vorne blaue und hinten braunrote paarige Warzen. Die Raupen fressen am jungen Blattwerk und durchlaufen dabei sechs Larvenstadien, wobei die frühen Stadien taktaktiv, die älteren aber nachtaktiv sind. Die Haare der Raupen sind als Allergieauslöser beim Menschen bekannt. Die Schädigung der Wirtspflanze kann bis zum Kahlfraß führen. Die Tiere verpuppen sich im Juni/Juli in Gespinsten am Stamm oder an Ästen.
Vorbeugung und integrierte Bekämpfungsmaßnahmen:
In gefährdeten Regionen Mischbestände ohne Eichen pflanzen. Einsatz von Insektiziden (Fraßgifte) gegen die Jungraupen. Massenvermehrungen werden durch Parasiten und Krankheitserreger häufig ab dem dritten Jahr auf natürliche Weise gestoppt. Ein geringer Befall wird von Eichen durch einen Neuaustrieb kompensiert (sofern nicht Mehltau oder Trockenheit für zusätzliche Probleme sorgen).
In gefährdeten Regionen Mischbestände ohne Eichen pflanzen. Einsatz von Insektiziden (Fraßgifte) gegen die Jungraupen. Massenvermehrungen werden durch Parasiten und Krankheitserreger häufig ab dem dritten Jahr auf natürliche Weise gestoppt. Ein geringer Befall wird von Eichen durch einen Neuaustrieb kompensiert (sofern nicht Mehltau oder Trockenheit für zusätzliche Probleme sorgen).
...einsetzbare Pflanzenschutzmittel (berufliche Anwender: Gartenbau | Forst)
Wichtige Wirtspflanzen: (mit Lebensbereich nach Prof. Dr. Kiermeier; Erläuterung)
Betula, Carpinus, Corylus, Crataegus, Fagus, Larix, Malus, Picea, Populus, Prunus, Quercus, Salix, Ulmus
Betula, Carpinus, Corylus, Crataegus, Fagus, Larix, Malus, Picea, Populus, Prunus, Quercus, Salix, Ulmus
Text: Thomas Lohrer/HSWT, Stand: April 2013